Liebe Nachbar/innen und Anwohner/innen in Münsterbusch!
Mitten unter uns in der Prämienstraße 249 wohnt der weithin bekannte Neonazi
Willibert Kunkel, der als Vertreter der “Deutschen Volks Union” (DVU) in den Rat der Stadt Stolberg gewählt worden ist.
Im Frühjahr 2002 hat Kunkel nach internen Streitigkeiten die DVU verlassen und ist in die offen neonazistische
NPD eingetreten.
Für diese Partei ist er seither als landesweiter Funktionär an der Hetze gegen ausländische und jüdische Mitbürger/innen entscheidend beteiligt.
Kunkel hat für die NPD nicht nur zur Bundestagswahl im Kreis Aachen kandidiert, sondern zeitgleich auch im Ennepe-Ruhr-Kreis zum Gemeinderat.
Ganz im Sinne der NPD unterstützt Kunkel die “Kameradschaft Aachener Land” eine neonazistische Schlägerbande, deren Anhänger ebenfalls in unserem Stadtteil zu finden sind...
Der 32-jährige
Thorsten Cosmann wohnt in der Prämienstraße 168. Er zählt zum harten Kern der "Kameradschaft Aachener Land", bewegt sich zudem in der Aachener Fußball-Hooligan-Szene und war bereits mehrfach an Gewalttaten beteiligt. Cosmann trägt seine Gesinnung offen zur Schau, sein PKW mit dem Kennzeichen AC-AT 195 ist im Stadtteil bekannt. Die Heckscheibe des Autos ist mit einem "Keltenkreuz bedruckt", das in neonazistischen Kreisen als legales Ersatzsymbol für das Hakenkreuz steht.
Nicht nur plumpe Ausländerfeindlichkeit steht auf dem Programm der NPD und anderer neonazistischer Gruppierungen. Vielmehr vertreten diese ein an den
Nationalsozialismus angelehntes Weltbild, das alle Bereiche der Gesellschaft umfasst. So gehören nach Meinungen der Neonazis Frauen an den Herd und Arbeitlslose werden zur Zwangsarbeit verpflichtet. Kulturelle Errungenschaften der letzten hundert Jahre werden durchweg verteufelt. Ihre
Gewaltbereitschaft kennzeichnen die Neonazis als hohes Gut zur Abwehr all dieser "Gefahren".
Natürlich stellen die Neonazis derzeit keine ernstzunehmende politische Kraft dar. Die Gefährdung die von ihnen für alle Menschen ausgeht, besteht in ihrer Gewalt, die nahezu jede und jeden jederzeit treffen kann, und in der Hetze, die zu solcher Gewalt aufruft. Um diese Hetze aus einem geruhsamen Alltag heraus betreiben zu können, geben die Neonazis sich häufig als biedere Bürger/innen.
Auch in Münsterbusch versuchen sie, nicht mehr als nötig aufzufallen. Aber ihr Einfluß zeigt bereits Wirkung. So ist es Cosmann gelungen, in unserem Stadtteil Jugendliche für seine Ideen anzuwerben. Beispielsweise Am Schacht und in der Meigenstraße wohnen junge Mitläufer aus dem Umfeld der "Kameradschaft Aachener Land". Kunkel gibt sich gerne gesellig und verbreitet seine Hetzreden hier auch in unserer gewohnten Umgebung.
Wir wollen nicht warten, bis auch in Stolberg die ersten
Brandsätze fliegen und die ersten Menschen durch die Straßen gejagt werden. Den Neonazis muss immer und überall gezeigt werden, dass sie unerwünscht sind, bevor sie die Gelegenheit haben, ihre
Propaganda in die Tat umzusetzen.
Liebe Nachbar/innen!
Wir rufen Sie dazu auf, gegen die Anwesenheit der Neonazis in unserer Nachbarschaft aktiv zu werden!
Äußern Sie auf der Straße ihre Meinung, schauen Sie nicht weg!
Schließen Sie sich antifaschistischen Gruppen an, oder bilden Sie eigene Initiativen und Gruppen, um den Neonazis in die braune Suppe zu spucken!
Informieren Sie sich über die Aktivitäten und die Weltanschauung der unerwünschten Anwohner! Teilen Sie den antifaschitischen Aktivist/innen im Gegenzug Ihre Beobachtungen mit! Informationsquellen im Internet sind z.B. über die Seite www.antifa-aachen.de zu erreichen. Die dort aufgeführten Gruppen beschäftigen sich mit dem Neofaschismus in der gesamten Region und sind geübt darin, Aktionen gegen die Neonazis zu vernetzen.
Gemeinsam sind wir stark!!! Nazis raus