Nicht nur der bsz fällt
Oliver Harf lästig, etwa wenn er in Gegendarstellungen behauptet, er sei kein Nazi-Bursche. Auch bei Taxifahrern stoßen seine Forderungen auf wenig Begeisterung.
Ende März jedenfalls lehnte ein Taxifahrer es ab, den Chef der einschlägig bekannten Aachener
Burschenschaft Libertas Brünn zu befördern.
Oliver Harf beharrte – trotz etwa zehn weiterer wartender Taxen – auf der Beförderungspflicht dieses einen Fahrers. Der Taxifahrer berief sich darauf, in der Vergangenheit von Harf bedroht worden zu sein. Harf stritt das ab und betonte, er wolle doch nur eine „solide, nationale Taxifahrt“ mit einem „soliden, nationalen Fahrer“. Am Ende stellten die Cops die Personalien der Burschen fest und verdonnerten sie wörtlich zu einem „soliden, nationalen Fußmarsch“! Antifaschistische SoWi-Studis schlugen den Taxifahrer für den Titel „Magister-Studi des Monats“ vor. Das hat er verdient, denn es erfordert wirklich Mut, sich dem Chef eines Vereins zu widersetzen, in dessen Reihen mit Markus Kahlenborn schon einmal ein verurteilter Nazibombenleger zu finden war. Das verleiht Drohungen aus den Reihen der Aachener
Liberten schon eine gewisse Brisanz.