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Freitag 20. Januar 2006
Kal-Text zu den Schlägereien und Störungen in der Eifel/Langerwehe
Über Polizeischikane und Unterdrückung im eigenem Land
oder:
Ein ganz normaler Samstagabend wenn man "Nazi" ist.

[...] Die Kameraden der SNE und der KAL wollten den in der Eifel stattfindenden "Beatball" besuchen. Die einen um Party zu machen, die anderen um sich zu betrinken und wieder andere aus wieder anderen Gründen. Einige Kameraden der Hauptgruppe sind einzig und alleine in die Eifel gekommen, um die Kameraden der SNE bei (von anderen Personen) angekündigten Auseinandersetzungen zu unterstützen. Aber aufgrund massivem Polizeiaufgebotes endete der Abend in der Eifel früher als geplant.
Schon bei der Anfahrt zur Feier kam uns ein Polizeiwagen entgegen, wendete und hielt neben unserem Fenster an. Der Polizist (ich halte mich in meiner Ausdrucksweise bewusst zurück) versuchte uns klar zu machen, dass wir gar nicht weiterfahren bräuchten, da die Rechtsextremen auf dieser Party nicht erwünscht seien.
Auf Anfragen warum das denn so sei, und warum er denn vermute wir seien rechtsextrem erhielten wir keine Antwort. Dafür aber eine Polizeieskorte bis zum Parkplatz. Danke! Am Ort des Geschehens angekommen, fiel die massive Polizeipräsenz auf. Natürlich waren schon einige Kameraden da, die allen Anschein nach auch ohne Probleme hineingekommen sind. Ein Kamerad, der extra aus Aachen angereist war, hatte allerdings schon einen Platzverweis bekommen. Grund: Nicht vorhanden!
Also standen wir erst mal draußen und warteten bis sich die Situation klärt, aber auch das war vergebens. Inzwischen wurde uns vom Veranstalter und von den Türstehern versichert, dass Sie keine Probleme mit uns hätten und uns auch ohne weiteres reinlassen würden. Das ging sogar so weit, dass die Personalien eines Türstehers aufgenommen wurde, weil dieser sich für uns einsetzte!
Da sich tatsächlich eine Auseinandersetzung anbahnte, gab es von nun an zwei Brennpunkte: Zum einem eine Straßenecke, an der sich die Auseinandersetzung zutrug und weiterhin der Eingangsbereich, in dem sich eine Diskussion mit der Polizei entwickelte.
Der Konflikt der stattfand klärte sich relativ schnell und fiel bei weitem nicht so heftig aus wie erwartet. Die Polizei fuhr im zwei Minuten Takt vorbei und auch eine geschickt platzierte Zivilstreife verfolgte das Geschehen. Es entwickelte sich noch eine langwierige Diskussion deren Ende ich leider nicht mit bekam, weil die Kameraden, die am Eingang mit der Polizei diskutierten, von genau derselben einen Platzverweis bekamen. Grund: Der Polizei gingen wohl langsam die Argumente aus.
Da wir ziemlich durchnässt und sehr genervt waren, verließen wir die Eifel.
Wir fuhren Richtung L.(angerwehe) wo wir in einer Kneipe noch in Ruhe ein paar Bier trinken wollten, um wenigstens noch etwas von dem Abend zu retten.
In L.(angerwehe) gibt es zwei Kneipen, um Unbeteiligte zu schützen nenne ich sie einfach "Kneipe 1" und "Kneipe 2".
Also, wir waren in Kneipe 1, hörten aber das in Kneipe 2 mehr los sei, also machten wir uns auf den Weg. Kaum draußen, kam ein Bekannter angelaufen und meinte es gibt Stress in Kneipe 2. Also alle man hoch, um den Unruheherd auszuschalten.
Dieser hatte wohl einige Leute und Kameraden beleidigt und behindert, die in Ruhe Dart spielen wollten.
Als wir ankamen, hatte diese Person schon eins auf die Nase bekommen und hatte sich ins Klo verkrümelt. Anstatt diese eine Person rauszuwerfen, wurden wir (also ca. 8 Mann) aus der Kneipe geworfen. Draußen klärten wir noch den Sachverhalt, also was genau da vorgefallen war. In diesem Moment kam auch schon Streifenwagen Nummer eins, der Anfang vom Ende!
Die Polizisten unterhielten sich mit der Person, die den Streit begonnen hatte, unsere Meinung war nicht gefragt. Und als wir nach 3 Minuten immer noch da standen, kam auch schon Streifenwagen Nummer zwei.
Als sich die Diskussion zuspitzte, griffen die Polizisten härter durch und erteilten UNS einen Platzverweis (Nummer zwei für heute!) und nicht der Person, die für alles verantwortlich war. Notgedrungen machten wir uns wieder auf dem Weg zu Kneipe 1, um den absolut misslungenen Abend wenigsten einigermaßen vernünftig ausklingen zu lassen. Es sah so aus als hätten wir endlich unsere Ruhe und die Stimmung war sehr gut. Das Glück währte allerdings nicht lange, den ein Bekannter kam rein gestürmt und meinte, dieselbe Person von eben macht wieder Stress. Also, wieder alles hoch zu Kneipe 2! Dort hatte der Übeltäter zwei Personen geschlagen und auch eine Frau verletzt, was den Rahmen deutlich sprengt. Oben angekommen hieß es, Kneipe 1 wäre wohl das neue Ziel dieses Irren, also alle wieder runter zu Kneipe 1!
Mittlerweile wimmelte es im Ort vor Polizei. Da der Täter an Kneipe 1 nicht anzutreffen war, teilten wir uns auf um ihn aufzuspüren. Natürlich waren wir in ständiger Begleitung der Polizei, was uns allerdings ziemlich egal war.
Ein Kamerad fand eine Blutspur und verfolgte diese. Kaum am Ort des Geschehens angekommen, kam natürlich eine Polizeistreife angerauscht. Es folgte der Witz des Jahrhunderts! Die Polizisten waren schon den ganzen Abend überaus unfreundlich uns gegenüber und verhielten sich alles andere als professionell. Der Polizist, der uns nun im Visier hatte, war der Meinung wir hätten "Hausfriedensbruch" begangen (wir standen auf einem öffentlichem Parkplatz......) und die Schikane nahm ihren Lauf. Zu Diskussionen war er nicht bereit, bewegen durfte man sich nicht und die Hände in den Taschen wärmen, weil es Arschkalt war, schon gar nicht. Natürlich wurden unsere Ausweise eingesammelt und alle Nase lang wurde uns gedroht, das wir die Nacht im Gefängnis verbringen, wenn wir das und das machen, oder auch nicht.
Auf Anfragen, ob er denn nicht an der Aufklärung des eigentlichen Falles (Körperverletzung) interessiert sei, und ob er denn nicht froh wäre, das wir die Person, welche den Streit anfing, gefunden hätten, bekamen wir keine Antwort.
Das Ende vom Lied war, dass jeder von uns den Ort verlassen musste, also
"L.....-Verbot". Dies galt auch für die dort wohnenden Leute (???). Wir hatten Gnädigerweise 30 Minuten Zeit um diesen Befehl auszuführen, sonst??? Na klar, Knast!!!
Nach dieser Aktion erklärte sich der Besitzer von Kneipe 2 bereit uns aufzunehmen und Leute die von weiter weg kommen, hätten auch dort schlafen können. Allerdings machte uns die Polizei einen Strich durch die Rechnung, da sie die Kneipe kurzerhand dicht machte und uns den Vorwurf einer "Missachtung eines Platzverweises" machte. Da wir alle einfach nur noch den Kopf schütteln konnten, drehten wir uns einfach um und gingen zur Wohnung eines Kameraden, wo wir den Abend in guter Stimmung beendeten.

Quelle: Homepage der KAL

Vorfälle: 2006
20. Januar 2006: Eifel: KAL will "Beatball" stören
20. Januar 2006: Langerwehe: KAL-Schlägerei
Januar 2006: Eifel: Drohungen von KAL/SNE gegen Nicht-Nazis

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