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Freitag 2. März 2001
Faust gegen Rechtsextremismus erhoben
Nächste Aktion von Neonazis in Kerkrade befürchtet
Kerkrade - Im Raum Aachen hat sich eine Gruppe von Antifaschisten formiert, die ihre Fäuste gegen den Rechtsextremisten Christian Malcoci und dessen Anhänger erheben.
Über das Internet haben rechtsextreme Organisationen in Deutschland "bundesweit" zur Teilnahme an einer "grenzüberschreitenden Demonstration im Raum Aachen" aufgerufen. Der Internetseite zufolge ist diese für Samstag, den 24. März, geplant. Auf einer anderen Internetseite wird von einer "Wahlkampfdemonstration" gesprochen. Malcoci wird in diesem Zusammenhang als Organisator genannt. Bei den nächsten Gemeinderatswahlen in Kerkrade will er in den Rat einziehen.
Einem Sprecher der Fachschaft Philosophie an der Universität Aachen, die sich dem antifaschistischen Bündnis angeschlossen hat, zufolge, besteht kein Zweifel am Vorhaben der Neonazis für den 24. März: "Die Neonazis planen ihren Aufmarsch in Herzogenrath und Kerkrade."
Die Aktionsgruppe gegen die Rechtsextremen setzt sich aus Antifaschisten aus Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath, Aachen, Düren, Stolberg, Einzelpersonen des Aachener "Bündnis gegen Rechts" sowie verschiedenen Organisationen aus Aachen, Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Kerkrade und Vaals zusammen. Sie riefen Bürger und Gruppen in Kerkrade und Herzogenrath gestern über das Internet dazu auf, gegen die Neonazis aktiv zu werden: "Bekennen Sie Farbe, zeigen Sie Zivilcourage, und stellen Sie sich den Faschisten in den Weg!" heißt das Motto. "Offene Grenzen für Flüchtlinge, nicht für Nazis."
Vor einigen Wochen gelang es der Kerkrader Polizei, eine Demonstration von Malcoci und seinen Anhängern zu unterbinden. Auf dem 'Museumplein' (Museumsplatz) am Bahnhof stellte die Polizei einige Neonazis, die sich dort versammelt hatten, um im Stadtzentrum Flugblätter zu verteilen. Malcoci hatte dafür keine Genehmigung. Die Gemeinde Kerkrade ließ die Polizei eingreifen, weil sie der Meinung war, daß eine Genehmigung nötig gewesen wäre.
Übersetzung:
infocafe-aachen@gmx.de
Quelle: Limburgs Dagblad