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Montag 19. Februar 2001
DVU-Demo in Stolberg (19.02.01)
In Stolberg (NRW) fand am vergangenen Samstag eine Demonstration der Deutschen Volksunion statt. Motto: "Die Rechten gegen das Schächten". Aufgerufen dazu hatte der Stolberger DVU-Stadtrat Willibert Kunkel, der damit ein Zeichen gegen die offizielle Legalisierung des Schächtens durch das Bundesverfassungsgericht setzen wollte. Von den ursprünglich angekündigten 150 bis 200 Teilnehmern kamen letztlich jedoch nach Presseberichten rund 30 zum Treffpunkt auf dem Kaiserplatz nach Stolberg. Berichten der JUNGEN WELT zu Folge hält sich die DVU-Bundesführung jedoch gegenüber ihrem Vertreter in Stolberg mehr als nur bedeckt. Nicht genug damit, daß sie sich von ihrem Stolberger Ratsherrn distanziert, sie bewirkte offenbar gegen Kunkel auch ein Parteiausschlußverfahren, da dieser angekündigt hatte, mit weiteren Kreisverbänden geschlossen in die NPD überzuwechseln.
Dies ist nicht unwahrscheinlich, hatten doch bereits am 2. Februar etliche DVU-Leute, trotz Abmahnungen durch ihre Parteioberen, den Weg nach Bielefeld gefunden, um dort gemeinsam an der Seite von Nationaldemokraten und freien Nationalisten gegen die Wehrmachtsausstellung zu protestieren.
In Stolberg jedoch fiel der Versuch des Noch-DVU-Stadtrates die Öffentlichkeit gegen das Schächtverbot aufzurütteln eher bescheiden aus. Allerdings auch nicht bescheidener als die Gegenveranstaltungen der Linken. Eine ursprünglich von der PDS angemeldete Gegendemonstration war kurzfristig abgesagt worden. CDU-Bürgermeister und Ortspresse hatten sich im Vorfeld von der Gegendemonstration distanziert gehabt und die Bürger zum Fernbleiben von diesen Veranstaltungen aufgefordert. Lediglich 65 bis 70 Gegendemonstranten versuchten die Demonstranten mit den üblichen dummen Sprüchen sowie durch eine Sitzblockade aufzuhalten. Ohne Erfolg. 21 Personen aus dem linken Spektrum wurden festgenommen.
Die Demonstration wurde später zum Jordanplatz umgeleitet, wo sie sich laut Polizeibericht selber auflöste. Zuvor war einer der Demonstranten wegen des Rufens von "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" [René Laube] festgenommen. Weitere Zwischenfälle gab es nicht.
Quelle: Stoertebeker (Neonazistische Homepage aus Stralsund)