Zu einer öffentlichen Bewirtung für alle Studis mit Essen und Trinken lud Anfang September die einschlägig bekannte
Neonazi-Burschenschaft Libertas Brünn in
Aachen. Als Ausdruck von Toleranz und Dialogbereitschaft rief das Antifaprojekt an den Aachener Hochschulen dazu auf, diese Einladung anzunehmen und organisierte eine Sammelanmeldung für dialogbereite AntifaschistInnen. Die
Nazi-Burschen hingegen waren wohl nicht bereit, ihre Positionen zu vertreten und luden die Antifas „hochachtungsvoll“ aus.
Die Aachener Nazi-Burschen bevorzugen wohl weiterhin den Weg, Diskussionen vor Gericht zu führen und weitere Klagen gegen ihre GegnerInnen einzureichen. Jüngstes Beispiel ist das Libertas-Mitglied
Oliver Harf, der auf dem Wege der Unterlassungsklage dem Antifaprojekt an den Aachener Hochschulen verbieten will, ihn weiter auf seiner Homepage als Neonazi zu bezeichnen, der antifaschistische Studis bedrohte. „Nun, das ist er und das hat er und wir können da auch nix für“ stellte ein Sprecher des Antifaprojektes klar.
Anwaltlich vertreten wird der Nazi-Bursche übrigens von Karsten Rausch von der Berliner Anwaltskanzlei „Qeunsell und Kollegen“. Rausch ist nach Angaben des Antifaprojektes zur Zeit Pressereferent des extrem rechtslastigen Burschenschaften-Dachverbandes Deutsche Burschenschaft. Nach seinen Vorstellungen soll es 50.000 DM kosten, wenn das Antifaprojekt weiterhin offensichtliche Wahrheiten über
Oliver Harf verkündet.