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Montag 28. Juni 1999
„BDVG“ in Eschweiler-Dürwiß
Nachdem mit dem Erscheinen des Verfassungsschutz-Bericht NRW 1998 vor einigen Wochen erst amtlich geworden ist, daß der Landessitz der ‘Jungen Nationaldemokraten’ sich seit Ende 1998 in Eschweiler-Dürwiß befindet, hat die Zeit den Stand der Dinge wohl schon wieder überrundet. Seit neuestem gibt ein ‘Bildungswerk Deutsche Volksgemeinschaft (BDVG)’ die Jülicher Str. 247/249 als seine Kontaktanschrift an. Unter dem Leitspruch ‘Nichts für uns - Alles für Deutschland’ betreibt die BDVG übelste faschistische Hetze. Allem Anschein nach ist diese Organisation als eine Rechtsabspaltung der ‘Jungen Nationaldemokraten (JN)’ zu begreifen.
Gesicherte Erkenntnisse über Gründe für diese Spaltung liegen bisher nicht vor.
Faßt man aber die Eindrücke aus den zugänglichen Publikationen der Neonazis und der Gerüchteküche zusammen, kristallisiert sich zentral heraus, daß es wohl um den Besuch eines führenden JN-Funktionärs bei einer Prostituierten geht. Diese Tatsache alleine ist aber natürlich nicht das, was von der Fraktion, die jetzt als BDVG auftritt, kritisiert wird.
Nein, die Prostituierte sei „keine Weiße“ gewesen, der JN-Kader habe „Rassenschande“ begangen. Auch dessen ‘Entschuldigung’, er habe sich bei diesem Vorgang „als Herrenmensch gefühlt“, konnte in dem Fall die Wogen nicht mehr glätten.
Bei den Herren, die jetzt in Eschweiler hocken, sind die JN seitdem unten durch.
Unglaublich? Fragt nach!
BDVG-Tel. 02403/979342
Und vormerken: überregionale antifaschistische Demonstration am 4.9.99 gegen das Nazizentrum in Dürwiß

Quelle: >>Philfalt 45 S.25

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Bildungswerk Deutsche Volksgemeinschaft (BDVG)

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